robsite

In geschichte

robsite 6

Es ist Zeit fĂŒr den alljĂ€hrlichen Blogpost und das allsiebenjĂ€hrliche Redesign der robsite. Jetzt ohne Kommentare und Sidebar! DafĂŒr in schwarz, fast.

Diverse Projekte sind nun unter /projekte erwÀhnt.
In den letzten Jahren dazugekommen ist z.B. wootboard, die Alpha-Version eines (weiteren) Malprogramms. Mit Vektoren auf einer endlosen Leinwand zeichnen, editieren und am Ende leicht Teilen. Ähnlich jsfiddle.net, nur fĂŒr Zeichnungen.

Die DVD Experience ist fĂŒr alle, die schon immer mal das DVD-Logo genau in die Ecke fliegen sehen wollten. Mit Konfetti und Turbo-Modus.

In Zukunft werd ich die Seite wieder vermehrt als Erinnerungshilfe fĂŒr mich benutzen und interessante Links und Codeschnipsel posten. Oder auch nicht.


Die robsite ist nun fast 19 Jahre alt, erstaunlich. Die erste (bzw. nullte) Version baute ich anno 2000 in einem Website-Baukasten, noch bevor wir Internet (ISDN) bekamen. Nachdem die ersten Bytes durch die Leitung tröpfelten lud ich sie zu xoom.com hoch, einem mittlerweile toten Konkurrenten zum mittlerweile toten GeoCities. Somit ist die Seite verschollen.

2001 dann war ich schwer mit Spieleprogrammierung in Dark-, Blitz- und PureBasic beschÀftigt und sammelte Tutorials und Links, auf robsite.de.vu. Diesmal selbstgebaut, mit Frames und sogar CSS.

SpÀter in 2001 kam das erste Redesign. Pixelgrafik, Spalten, Toplists und eigenes Forum. Die Seite nahm Fahrt auf.

Statisches HTML zu editieren macht keinen Spaß, drum gab's 2003 die dritte Version. Gleiches Design (plus 2 "Themes"), aber mit PHP 4 und MySQL generiert. Als Backend diente phpMyAdmin \o/
Die Seite hatte rund 5000 Besucher pro Tag, machte ein wenig Geld mit Werbung und wurde gar in der (mittlerweile toten) Bravo Screenfun erwĂ€hnt. Ein großer Erfolg.

Bis 2005. Google machte große Portalseiten mit Linksammlungen ĂŒberflĂŒssig, zumindest fĂŒr mich. Die Motivation weiter Links anzuhamstern ging zurĂŒck, gleichzeitig war ich zunehmend mit Studieren beschĂ€ftigt. Somit begann die erste Content-DĂŒrre, die bis 2008 anhielt.

2008 war ich begeistert von Ruby on Rails, Mac OS X und TextMate. Das erste Projekt war ein neues CMS fĂŒr die robsite, nun Version 4. Mehr Blog als Portal und mit minimalem Design. Hat Spaß gemacht zu bauen.

Aber, wo das initiale Entwickeln in Rails Spaß macht, tun es die darauffolgenden Änderungen und Anpassungen an neue Rails-Versionen nicht. Gleichzeitig startete ich als freier Webentwickler und schielte auf WordPress, das viele Kunden bevorzugten. Unsicher, langsam, PHP. Aber das Backend ist nett, ich hatte ein neues Spielzeug und Anfang 2012 die robsite Version 5, mit text-shadow und sogar in responsiveℱ.

Die aktuelle Version 6 sollte erst eine statische Seite werden. Gleichzeitig will ich ein komfortables Backend, kurze turn-around-Zeiten beim Editieren und es selbst hosten. Es gibt diverse Optionen, aber noch keine perfekte. Somit weiter ausprobieren und erstmal faul bei WordPress bleiben.

Soviel zur Geschichte. Bis 2020!

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"proposed new tag: IMG" - Februar 1993

Faszinierender Einblick in die AnfĂ€nge von HTML. Zeigt auch nett, dass sich existierende Lösungen gegenĂŒber potentiell besseren Ideen meist durchsetzen. Ein paar interessante Stellen:

Netscape-Schöpfer Marc Andreessen, der hier noch am VorgÀnger Mosaic arbeitet, schlÀgt den <img>-Tag vor:

I'd like to propose a new, optional HTML tag:
IMG
...
An example is:
<IMG SRC="file://foobar.com/foo/bar/blargh.xbm">
...
Browsers should be afforded flexibility as to which image formats they support. Xbm and Xpm are good ones to support, for example.

Xbm ist ein interessantes Format. Damals neben GIF eines der wenigen frei benutzbaren Bildformate — JPEG wurde erst fĂŒnf Monate vorher im September 1992 fertig und PNG drei Jahre spĂ€ter. Xbm besteht nicht aus einem BinĂ€rformat, sondern ist ein Byte-Array in C, damit man es leichter in eigenen Code einbinden kann. Dadurch allerdings auch recht groß.

Eine Idee von Tony Johnson:

I have something very similar in Midas 2.0

<ICON name="NoEntry" href="http://note/foo/bar/NoEntry.xbm">
...
The idea of the name parameter was to allow the browser to have a set of "built in" images. If the name matches a "built in" image it would use that instead of having to go out and fetch the image.

Im Browser eingebaute Standardbilder. Damals wohl zu aufwĂ€ndig, heute gibt's Emoji.󾟭

Noch ein Vorschlag:

While we are on the subject of new tags, I have another, somewhat similar tag, which I would like to support in Midas 2.0. In principle it is:

<INCLUDE HREF="...">

The intention here would be that the second document is to be included into the first document at the place where the tag occured.
In principle the referenced document could be anything, but the main purpose was to allow images (in this case arbitrary sized) to be embedded into documents.

Zwei Jahre spĂ€ter taucht der <embed>-Tag im Netscape Navigator 2.0 auf. Einige bemĂ€ngeln, dass eine einheitliche Lösung besser wĂ€re statt fĂŒr jeden Medientyp ein eigenes Tag zu haben. Doch das Chaos wĂ€chst, bald gibt es einen ganzen Zoo an <embed>-Ă€hnlichen Tags. Die damals kurz sinnvollen Java-Applets werden erst mit dem <app>-, dann mit dem <applet>-Tag eingebunden und es gab sogar einen VorlĂ€ufer des HTML <video>-Tags: Das DYNSRC-Attribut, mit dem Videoclips oder gar wundervolle 3D-VRML-Welten eingebunden werden können.

1997 wurde versucht, sie alle mit dem <object>-Tag zu vereinheitlichen. <app>, <applet> und dynsrc sind verschwunden, doch der <embed>-Tag lebt immernoch. Selbst Youtube hat ihn bis vor kurzem der KompatibilitÀt mit alten Browsern wegen noch eingesetzt. Eingebettet in einen <object>-Tag.

Tim Berners-Lee, Erfinder des WWW schreibt:

If you allow an image, then suppose we also allow some content which includes anchors with x,y coordinates within the image. Then the document can intercept mouse clicks and allow hypergraphics

Clientseitige Image-Maps, vier Jahre spĂ€ter in HTML 3.2 eingefĂŒhrt. Einen Monat vorher hatte laut Wikipedia bereits Kevin Hughes serverseitige Image-Maps erfunden.

Jay C. Weber:

Whatever happened to the enthusiasm for using the MIME typing mechanism? I made a concrete proposal a few months ago, where HREFs can point to other parts in a MIME multipart (and thereby to an "external-body"), and I've seen a similar idea recently regarding embedding media clips in a "simplemail" format.

In HTML eingebettete Medien statt externe, einzelne Dateien, genau wie Emails. Hat sich dankenswerterweise nicht durchgesetzt. Der Server mĂŒsste die Seite erst zusammenbauen, statt stur statische Dateien auszuliefern. Auch Caching einzelner Resourcen wĂ€re so unmöglich.

Jedoch, fĂŒnf Jahre spĂ€ter werden Data-URIs vorgeschlagen, mit denen genau das möglich ist und die heute z.B. fĂŒr Musik mit JavaScript Synths eingesetzt werden.

Wait a minute -- let's temporarily forget about MIME, if it clouds the issue. My objection was to the discussion of "how are we going to support embedded images" rather than "how are we going to support embedded objections in various media".

Otherwise, next week someone is going to suggest 'lets put in a new tag
<AUD SRC="file://foobar.com/foo/bar/blargh.snd">'
for audio.

*hust*

Marc Andreessen schlÀgt noch eine eigene PostScript-Àhnliche Grafiksprache vor, implementiert dann aber doch den schnöden <img>-Tag und schafft somit Fakten. Am Ende schaut auch noch Python-Erfinder Guido van Rossum vorbei.

Zum weiterlesen: A History of HTML ĂŒber die AnfĂ€nge des WWW.

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Humoristische Karte Von Europa Im Jahre 1914

Humoristische Karte Von Europa Im Jahre 1914

via peacay von BiblioOdyssey, Original anscheinend von K. Lehmann-Dumont; Leutert & Schneidewind, Dresden, 1914.


Deutschland. Der deutsche Michel hat ĂŒber seine ZipfelmĂŒtze den Kriegshelm gestĂŒlpt und reckt und dehnt sich mit aller Kraft, hat den Franzosen bereits am Kragen und verhaut dem russischen BĂ€ren gehörig das Fell. Der Reichsadler lĂ€ĂŸt aus dem deutschen Bienenkorb seine Bienen in ĂŒberraschender Zahl auf die Feinde los.

Österreich-Ungarn kĂ€mpft schneidig gegen Rußland und Serbien und tritt Montenegro auf den RĂŒcken. Begeistert und einig rĂŒcken alle seine Völker dem russischen Popanz auf den Leib.

Frankreich im RĂŒckzuge ruft England um Hilfe, seine Turkos bitten um Pardon, wĂ€hrend der gallische Hahn nach dem Rezept 1870/71 von Siegen krĂ€ht.

Rußland mit der Kokarde "Friedensengel" reißt sein Maul grĂ€ulich auf, um Deutschland und Österreich zu verschlingen, schwingt die Wutky-Flasche und die Revolutionsgeißel, wĂ€hrend die deutschen "Insekten" ihm auf den hohlen Zahn fĂŒhlen und den Giftzahn ausbrechen. Der russische BĂ€r, welchem nach dem deutschen Bienenkorb gelĂŒstete, wird von den Bienen vertrieben, wĂ€hrend der Pole ihm den Buckel herunterrutscht und Finnland nach einem Befreier ruft.

England, nachdem es auch Ägypten zur KriegserklĂ€rung veranlaßte, macht, auf seinen GeldsĂ€cken stehend, zum ersten Mal Bekanntschaft mit der gepanzerten Faust. Die indische Schlange verursacht seiner Bulldogge Luftbeschwerden und Irland sucht den gedrehten Strick zu durchschneiden.

Belgien, dessen Bevölkerung sich als giftige Kröte erweist, ist bereits von der deutschen Stecknadel aufgespießt, um der deutschen Sammlung einverleibt zu werden.

Serbien, das mit seiner Mordbombe den Weltkrieg entflammte, krĂŒmmt sich, an beiden Ohren vom österreichischen Doppeladler gepackt.

Montenegro. Der dicke Nikita kĂ€mpft leichtsinnig gegen Deutschland und Österreich-Ungarn und empfĂ€ngt erfreut den russischen Rubel dafĂŒr.

Italien, an den Dreibund-Vertrag gebunden, wartet in seinem Stiefel gerĂŒstet und mit Sardinen verproviantiert die Zeit seines Eingreifens ab.

Spanien. König Alfons zĂ€hlt seine Kriegskasse, seine Familie ist gegen unnĂŒtze Ausgaben, wĂ€hrend Ritter Don Quichote schon begeistert seine Lanze schwingt.

Portugal lehnt sich gemĂŒtlich, die Kriegsberichte lesend, an Spanien an.

Holland wird unhöflich beim FrĂŒhstĂŒck gestört, indem ihm eine verirrte Bombe in die Kakao-Tasse fĂ€llt.

DĂ€nemark sorgt friedlich fĂŒr Butterlieferungen nach Deutschland, die Bajonettspitze von 1864 hat Schutzvorrichtung.

Norwegen, als Germanenfreund und -Bruder klatscht uns Beifall.

Schweden beobachtet eifrig und gerĂŒstet die VorgĂ€nge in Rußland.

Die Schweiz sieht dem Weltbrand in aller Behaglichkeit zu und bildet bereits ein Asyl fĂŒr obdachlose russische GroßfĂŒrsten.

RumÀnien schmiedet sich energisch sein Schwert.

Bulgarien. Ferdinand wischt eifrig seinen vom Balkankrieg noch blutigen SĂ€bel ab.

Griechenland mit dem eroberten StĂŒckchen TĂŒrkei ĂŒberlegt sich schlau sein weiteres Verhalten.

Albanien. Die "Kommission" verharrt abwartend im stillen Gebet.

TĂŒrkei. Der im Balkankrieg verwundete Sultan ruht sich auf seinem Krankenlager aus, ist aber nicht abgeneigt, Rußland ein Licht aufzustecken, welches auch das sĂŒdrussische Pulverfaß zur Explosion bringen wĂŒrde.

Japan wird von England auf das europÀische Kriegstheater gezogen und fletscht grimmig seine RaubtierzÀhne gegen Deutschland.

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44 Tage spÀter

44-tage-spater

  1. Am 31. August stellt jemand auf reddit die Frage "Could I destroy the entire Roman Empire during the reign of Augustus if I traveled back in time with a modern U.S. Marine infantry battalion or MEU?"

  2. User Prufrock451 antwortet mit einem langen Kommentar. Der Beginn einer Story.

  3. Die Story ist gut.

  4. So gut, dass ein eigenes subreddit dafĂŒr kreiert wird. r/RomeSweetRome ist geboren, wird Subreddit of the Day, die Community bastelt einen Soundtrack und Poster.

  5. Nach einer Weile werden Posts rar, r/RomeSweetRome wird zur Geisterstadt. Man rumort, Prufrock451 arbeitet an einem Screenplay.

  6. Vor 30 Minuten: Prufrock451 (James Erwin) gibt bekannt, dass Warner Brothers das Screenplay gekauft hat.

  7. TV Show, Film?

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Dangerous Knowledge

BBC Doku ĂŒber "Georg Cantor, Ludwig Boltzmann, Kurt Gödel and Alan Turing - whose genius has profoundly affected us, but which tragically drove them insane and eventually led to them all committing suicide."

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