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Kommentare

Stefan

Das sieht echt hammer aus, bin schonmal gespannt wie viel Mathe im Infostudium dabei ist :D

Rob

Zwar keine Topologie (bei mir zumindest), aber es wird am Anfang ne Menge Analysis (Differential-/Integralrechnung) und lineare Algebra drankommen. Später dann nach belieben Numerik, Signalverarbeitung, Computergrafik, Graphentheorie, Stochastik und ähnlich praktisches. Hier ne unvollständige Liste meiner Uni: http://www.mic.uni-luebeck.de/teaching/modulliste-fuer-alle-studiengaenge.html

Anonymous

Danke für die Info, Rob! Bald studier ich nämlich auch. Hatte vielleicht vor auf ne gute FH zu gehen, aber ne richtige Uni ist auch nicht schlecht…

Rob

Falls du das hinbekommst, also ein Abi hast, geh auf jeden Fall zur Uni und hol dir zumindest den Bachelor Abschluss dort. Du lernst zwar auch an der FH ne Menge, aber eine Uni ist schon noch auf nem anderen Level (d.H. in den ersten Semestern meist theoretischer und auf die Grundlagen fokussiert). Das macht sich später auch bei Bewerbungen bemerkbar, wenn Unistudenten FH-Schülern vorgezogen werden.

Zudem ist die FH eine „Schule“. Fester Stundenplan, regelmäßig Klassen, Anwesenheitspflicht (?). Zwar gut, wenn jemand /garkeine/ Selbstdisziplin hat und problemlos 20h am Tag schlafen würde, aber ich zumindest finde das Unisystem praktischer. Ist auch effizienter. Wenn ein Dozent nur gelangweilt seine Folien abliest, kannst du dir die Vorlesung sparen und stattdessen ein paar Übungszettel machen oder auschlafen und das Vorlesungsscript selbst lesen.

Kurz: Falls möglich, geh auf eine Uni.

Anonymous

Die FH, die ich meine, ist aber ziemlich praxisorientiert. Bei einer Uni (hab ich von einem Professor gehört), wird man eher auf Forschung vorbereitet, während sich die FH an den Anforderungen der Unternehmen orientiert.
Wegen Bologna mussten Unis Bachelor- und Master-Abschlüsse einführen (früher war irgendwie alles Master). Allerdings haben sie es verpennt und haben dann einfach ab einem bestimmten Semester den Bachelor reingeschoben, anstatt die Studiengänge anzupassen. Denn (so hab ich gehört) man macht an einer Uni zuerst viel Theorie und erst zum Schluss Praxis. Es gab wegen Bologna Leute mit Bachelor, die nirgends zu gebrauchen waren, weil sie im Studium noch nie praktisch programmiert haben, das wär erst mit dem Master gekommen. (Anekdote am Rande: An einer Uni soll es mal einen Professor gegeben haben, der C unterrichtet hat, indem er erklärte, wie der Compiler funktioniert. Syntax hielt er nie für nötig.)
Explizite Anwesenheitspflicht gibt es auch an der FH nicht, aber das mit dem Stundenplan könnte schon hinkommen. Mit der Anwesenheitspflicht könntest du aber Recht haben, denn wenn man eine Vorlesung nicht mitbekommt, muss man sehr viel nacharbeiten.

Was mich interessieren würde: Wie ist das Studentenleben da an deiner Uni? Hast du viele Leute kennengelernt, gibt es die berüchtigten, krassen Parties…?
An dieser FH wär das Studentenleben nämlich einfach nur verdammt langweilig und eintönig. Deswegen vielleicht doch Uni.

Rob

> Bei einer Uni (hab ich von einem Professor gehört), wird man eher auf Forschung vorbereitet, während sich die FH an den Anforderungen der Unternehmen orientiert.

Im Prinzip, ja. Wobei das Ziel des Bologna-Prozesses war, mit dem Bachelor ein eher praxisrelevantes Studium zu ermöglichen, nach dem man dann entweder Geld verdient oder einen Master macht und sich dort dann wissenschaftlich vertieft (und danach mehr Geld verdient :>). Das alte Diplom wurde also aufgeteilt.

Und anfangs haben sich einige Schulen wohl schwergetan mit der Aufteilung. Aber zumindest an meiner Uni sind die neuen Studienpläne ziemlich ausgewogen.

Inwieweit der durchschnittliche Informatik-Bachelor an einen FH-Informatik-Studiengang bzgl. der Praxisrelevanz rankommt, weiß ich nicht. Aber selbst wenn du in der FH mehr programmieren würdest, wär das auch Wurst. Im Programmieren wirst du nur besser, indem du es tust. Die Gelegenheiten dazu an der Uni reichen nicht aus, um gut zu werden. Und selbst wenn du an der FH mehr baust und im Idealfall die Innereien gerade aktueller Techniken lernst, ist das auch nicht genug, da sich diese in 5 Jahren wieder komplett geändert haben.

Da finde ich es besser, die rel. zeitlosen theoretischen und technischen Grundlagen und vor allem das selbstständige Lernen zu lernen. Das ganze anwenden und konkret umsetzen kannst du dann nebenher, mit den aktuellen Techniken deiner Wahl.

> Anekdote am Rande: An einer Uni soll es mal einen Professor gegeben haben, der C unterrichtet hat, indem er erklärte, wie der Compiler funktioniert. Syntax hielt er nie für nötig.

Heh. Professoren und Dozenten haben ja zwei Jobs. Forschung (deswegen sind sind sie an der Uni) und Lehre (das notwendige Übel). Leicht übertrieben :> Gibt genug Profs, die exzellent lehren und Spaß dran haben. Zumal es auch beim forschen/nachdenken hilft: http://www.pitt.edu/~druzdzel/feynman.html

> Was mich interessieren würde: Wie ist das Studentenleben da an deiner Uni? Hast du viele Leute kennengelernt, gibt es die berüchtigten, krassen Parties…?

Das hängt immer von der Stadt ab. Lübeck ist zwar klein, aber ich kann nicht klagen :>

> An dieser FH wär das Studentenleben nämlich einfach nur verdammt langweilig und eintönig.
> Deswegen vielleicht doch Uni.

Genau. Zumal es auf allen FH-Parties gesetzlich vorgeschrieben nur koffeinfreie Cola und Musik aus dem Radio gibt.